WP | 17.10.2018 |

Erste Hilfe für die Seele

25 Notfallseelsorger nehmen im Hochsauerlandkreis ihre Tätigkeit auf. Lions Clubs unterstützen die Ehrenamtler mit Spende für Jacken und Westen

Hochsauerlandkreis.

Von einem auf den anderen Moment ist plötzlich der Boden unter den Füßen weggerissen – zum Beispiel bei einem Unfall, dem Verlust eines lieben Menschen oder wenn eine Todesnachricht überbracht werden muss.

Damit Betroffene solche Situationen überstehen, gibt es Notfallseelsorger, die „Erste Hilfe für die Seele“ leisten. Die acht Lions Clubs im Hochsauerlandkreis unterstützen die Arbeit der heimischen Notfallseelsorger mit einer gemeinsamen Spende von 6 250 Euro.

 

Kennzeichen: lilafarbene Kleidung

Für insgesamt 25 Notfallseelsorger, die jetzt im Hochsauerlandkreis ihre wichtige ehrenamtliche Arbeit aufgenommen haben, konnten von der Spende Jacken und Westen angeschafft werden. Die Männer und Frauen, die nach einer mehr als 80 Stunden umfassenden Ausbildung Menschen in existenziellen Krisensituationen begleiten werden, heben sich so auch optisch von den übrigen Einsatzkräften ab. Die lilafarbene Bekleidung kennzeichnet sie als Ansprechpartner und Vertrauenspersonen – eben als „Feuerwehr für die Seele“.

Da die Notfallseelsorger im gesamten Hochsauerlandkreis tätig sind, haben sich die kreisweit acht Lions Clubs – Olsberg-Bestwig, Brilon, Marsberg, Winterberg, Schmallenberg, Neheim, Arnsberg-Sundern und Meschede – erstmals zu einer gemeinsamen Unterstützung entschlossen.

Initiiert wurde dieser Schulterschluss für die Notfallseelsorge vom Lions Club Olsberg-Bestwig. Präsident Raphael Sprink: „Es ist unschätzbar wichtig, dass Menschen auch seelisch in existenziellen Situationen nicht allein gelassen werden. Und dafür gibt es die Notfallseelsorger.“

 

Symbolischer Scheck überreicht

Den symbolischen Spenden-Scheck überreichte Raphael Sprink jetzt gemeinsam mit Ulrich Pape (Winterberg) und Thomas Poggel (Meschede) sowie der Zonen-Chairperson Karl-Josef Fischer bei der Aussendungsfeier der Notfallseelsorger in Elkeringhausen.

Die Aussendungsfeier wurde von Pfarrer Burkhard Krieger von der Evangelischen Auferstehungsgemeinde Olsberg-Bestwig und Diakon Hans Joachim Bexkens zelebriert – beide engagieren sich ebenfalls als Notfallseelsorger.